Über

Dr. phil. Günter Ackermann

In verschiedenen Zusammenhängen und Funktionen ist es immer wieder die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, die mich fasziniert. Wissenschaftliche Theorien und theoretische Modelle für die Praxis nutzbar machen und Praxiserfahrungen wissenschaftlich aufarbeiten. Bereits die Wahl meines Studiums stand offenbar in diesem Lichte – an der Universität Freiburg war es möglich, Soziale Arbeit mit einem Lizentiat der philosophischen Fakultät in Kombination mit einem Diplom in Sozialarbeit ab zu schliessen. Anschliessend habe ich zunächst in der Arbeit mit drogenabhängigen Menschen die Praxis Sozialer Arbeit und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachhochschuldozent die wissenschaftliche Arbeitsweise vertieft kennengelernt.

Als Leiter Wirkungsmanagement war ich viele Jahre verantwortlich für den Bereich Evaluation und Monitoring von Gesundheitsförderung Schweiz und mitverantwortlich für die Erarbeitung und Verbreitung von methodischen Konzepten und Instrumenten zu Qualitätsentwicklung, Projektmanagement und Evaluation. Seit Mai 2012 biete ich selbständig Dienstleistungen rund um die Themen Qualität und Evaluation an. Daneben arbeite ich zu 50% als Dozent im Bachelor-Studiengang Gesundheitsförderung und Prävention der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Ich habe es immer als spannenden Teil meiner Arbeit geschätzt, erworbenes Wissen und eigene Berufserfahrungen angehenden oder sich weiterbildenden Fachleuten weiter zu geben und durch diesen Austausch die eigenen Wissensbestände und Haltungen kritisch reflektieren und weiter entwickeln zu können. So lehre ich seit einigen Jahren an verschiedenen Aus- und Weiterbildungsinstituten zu den oben genannten Themen.

Als Evaluationsverantwortlicher bei Gesundheitsförderung Schweiz habe ich vor Jahren begonnen, mich eingehender mit Fragen der Wirksamkeit von sozialen Interventionen zu beschäftigen. Einerseits werden allgemeingültige evidenzbasierte Programme und klare Wirkungsnachweise verlangt, andererseits sind diese Ansprüche aufgrund der Komplexität der Interventionen kaum einlösbar. Weil mich dieses Spannungsfeld interessiert, habe ich es im Rahmen eines Promotionsstudiums am soziologischen Institut der Universität Basel vertieft. Die daraus entstandene Doktorarbeit trägt den Titel „Evaluation und Komplexität. Wirkungskonstruktion in der Evaluation von Gesundheitsförderung und Prävention“.